Freitag
29Jan2010

Ein anderes Jahr - das Ginetta Jahr

Eine sehr gute Freundin hat mir vor Jahren einmal gesagt, ich sei ein «Phasen-Mensch», damals verstand ich Sie nicht. Heute glaub ich, dass ich das wirklich bin, wobei dies nicht heisst, dass eine neue Phase alles ersetzt;-)

Wenn ich nun also zurück denke, dann waren die letzten beiden Jahren geprägt vom Sport bzw. Schwimmen, Radeln & Laufen. Und weil ich ein Mensch bin, der Ziele und Träume braucht, hab ich mich letzten Sommer für den diesjährigen Ironman in Frankfurt angemeldet. Doch mein Leben verläuft nicht linear! Pläne können nicht immer in die Realität umgesetzt werden.

So hab ich Mitte Dezember total spontan eine ganz tolle neue berufliche Herausforderung gekriegt und diese genau so spontan angenommen. Nun wirke ich seit gerade Mal vier Wochen bei der Ginetta mit. Durch den neuen Job hab ich alle Hände voll zu tun, den auch hier hab ich mir Ziele gesteckt. Ich freue mich jeden Morgen auf die vielen kleinen und grossen Herausforderungen die der Tag so mit sich bringt. Es scheint also ob dieser Job genau auf mich zugeschnitten ist. Die Tage rasen vorbei und das tägliche Training ist sekundär geworden. Erst hab ich den Trainingsplan aufgegeben und jetzt auch den Ironman storniert. Und das Beste daran ist, es geht mir seither noch besser:-)

Natürlich ist es nicht so, dass ich Tag und Nacht arbeite und auf der faulen Haut rumliege;-) Der Sport ist gut für einen gesunden Ausgleich, aber ohne Druck und Leistungsziel, im Moment das Richtige für mich.
Jetzt im Winter zieht es mich sowieso vermehrt in den Schnee als in den Pool. Hier ein paar Bilder aus dem Schnee...

In diesem Sinne ist das eine neue Phase bzw. beginnt mit dem neuen Jahr für mich das «Ginetta»-Jahr oder vielleicht sogar die «Ginetta»- Jahre!

Dienstag
08Dez2009

Wieder Training!

Nach fast zweimonatiger Sportpause - sprich Bewegen nur nach Lust & Laune - bestimmt jetzt mein Trainingsplan wieder einen Teil meines Tagesablaufs. Motivation hab ich genug: die Freude an der Bewegung und das Ziel. Ich zähle knappe 7 Monate, zwei Wochen Trainingslager auf Fuerteventura und 4 Wochen Radfahren in Andalusien bis zum Ironman in Frankfurt.

Doch die erste Trainingswoche war dann doch nicht ganz so einfach. Ich begann mit einem unplanmässigen Ruhetag. Als am Montag um 6.00 Uhr mein Wecker klingelte, hörte ich draussen den Regen gegen das Fenster prasseln. Die Motivation das warme Bett zu verlassen war gleich Null. Einen Tag später schleppte ich mich frühmorgens in der Dunkelheit ins Hallenbad.


Am Mittwoch lief ich mit hohem Puls meinen FreeRadicals-Trainingskollegen hinterher den Laternenweg den Uetliberg rauf. Uff, das war hart! Der Ausblick auf die verschneite Stadt und Zürichs Lichtermeer entschädigten aber die Strapazen. Am Samstag sass ich seit Wochen wieder einmal auf meinem Triathlonrad. Auch an diese Sitzposition muss ich miche erst wieder gewöhnen.

So schnell verliert man die Kondition, die Ausdauer und auch die Motivation. Auch die ist trainierbar:-) Das Beste daran ist, jetzt gehts wieder vorwärts. In ein paar Wochen schon lauf ich da hoffentlich ohne grosse Probleme den Berg hoch und das Aufstehen für ein Morgentraining wird auch leichter. Und in ein paar Tagen werden auch die Tage schon wieder länger...

Was sich bereits nach wenigen Tagen bemerkbar gemacht hat: Das Training hat Auswirkungen auf Geist und Seele! Ich bin wieder viel frischer und leistungsfähiger und das auch im Alltag!


Wie erlebst Du den Wiedereinstieg nach der Trainingspausen in den geregelten Trainingsalltag? Wie motivierst Du Dich?

Donnerstag
05Nov2009

Von der Küste in den Urwald

Eigentlich wollten wir nur kurz die Beine vertreten. Anstelle von einer Wanderung entlang der Levada Ribeira de Janela (Bewässerungskanal) in den Urwald bis zum Wasserfall zu gehen, wollten wir das joggend tun. 3km ging es entlang der Levada, entgegen der Fliessrichtung bis zu einem Wasserfall und wieder zurück. Ich sagte noch zu Christoph, dass lohne sich weder den Pulsgurt noch eine Uhr anzuziehen.


Der Weg entlang des gepflegten Bewässerungskanals war breit genug, so dass wir nebeneinander laufen konnten. Ab und zu sah man eine Forelle die kanalaufwärts im frischen Bergwasser schwamm. Links und rechts von der Levada wuchs eine üppige Vegetation; Blumen, Gräser und Sträucher. Je weiter wir ins Tal hinein liefen, desto dichter wurde der Urwald. Die hohen Bäume erschwerten uns auch die Sicht ins tiefe Tal der Riebeira de Janela. Der Weg war jetzt nur noch schmal, aber immer noch gut ausgebaut. Ausgesetzte Stellen waren mit einem Zaun gesichert. Die vielen Pfützen verrieten, dass es erst vor kurzem aufgehört hatte zu regnen.
Nach einer ganzen Weile, keine Ahnung wie lange wir schon unterwegs waren, kamen wir zum Eingang eines Tunnels. Natürlich hatten wir auch keine Taschenlampe dabei. Der Ausgang war jedoch, obwohl ziemlich weit weg, erkennbar. Ein zuvorkommender Engländer, der gerade mit seiner Frau aus dem Tunnel kam, informierte uns über die Beschaffenheit des tiefen Tunnels: Levade links, Weg rechts, Achtung vor Felsvorsprüngen. Und meinet:"It's up to you". Genau! Dass schaffen wir schon:-)

Endlich draussen, kam die erste Dusche von oben. Nein, kein Regen sondern ein Wasserfall. Die Levada geht durch den Wasserfall hindurch. Wir entdecken die  Abdeckung, die uns unter dem Wasser hindurch leitet und so dachten wir nicht ans umkehren. Trotzdem wurden wir etwas nass. Gleich darauf standen wir vor dem nächsten Tunnel. Dieser ging ums Eck, war aber nur kurz. Nach diesem Tunnel rannten wir weiter und wir hatten beide das Gefühl schon ziemlich lange unterwegs zu sein. Bei jeder Kurve erwarteten wir nun diesen Wasserfall, der das Ende des Weges und uns somit zum Umkehren gezwungen hätte. Wir passierten zwei weitere Tunnels und einige "Duschen" und rannten immer tiefer ins Tal hinein. Inzwischen waren unsere Turnschuhe klitschnass, da wir teilweise bis zum Knöchel im Wasser standen. Mein Bauch machte sich auch langsam bemerkbar und signalisierte Hunger;-)

Irgendwann drehten wir um, Wasserfall hin oder her! Am Himmel verdichteten sich dicke graue Wolken und der Abend kündigte sich an. So liefen wir den gleichen Weg zurück. Durch die Tunnels kamen wir schneller als beim ersten Mal, irgendwie gewöhnt man sich an die Dunkelheit. Auf dem letzten Stück, wir waren bestimmt schon zwei Stunden unterwegs, hatten wir dann auch genug. Christoph erhöhte das Tempo und ich musste zusehen, dass ich dran blieb:-)
Nach 2,5h waren wir zurück beim Auto. Ich konsultierte gleich den Führer, denn mir war das ein Rätsel, wie das 3km gewesen sein sollten. Aha, die erste Dusche nach dem ersten Tunnel war DER Wasserfall, wo der Wanderführer auch empfahl umzukehen. Denn was danach kommt stand auch hier: teils schlecht ausgebaute, feuchte Wege und viele Tunnels.

Ich fands abenteuerlich und schön zugleich. Wann kann ich sonst schon im Urwald auf so weichen Trails laufen?! Und das nächste Mal werden wir auch die Beschreibung des Weges lesen und nicht nur die Karte studieren...

Donnerstag
05Nov2009

Sommersonne auf Madeira im November

Ich hab mich seit Wochen auf den Urlaub auf Madeira gefreut. Kein Training, nur Entspannung und Kultur. Meine Erwartungen wurden übertroffen: Hier auf der Insel begrüsst uns die Sommersonne, Baden im warmen Meer, eine vor Fruchtbarkeit strotzende Landwirtschaft und ausgesprochen freundliche und zuvorkommenden portugiesische Inselbwohner.


Es ist herrlich! Die Insel ist wunderschön, auch jetzt im Spätherbst noch voller Blüten, exotischen Früchte und Gemüse. Fast jeder Zentimeter wird hier bewirtschaftet, obwohl dies gar nicht so einfach ist. Die Insel, eigentlich nur Überreste eines riesigen Vulkansystems, ist gebirgig. Die Berge ragen steil aus dem Meer heraus. Der höchste Berg ist auf 1861Meter über Meer.


Auf der Südseite der Insel sind die steilabfallenden Hänge mit kleinen Terrassenfelder bebaut, damit jedes freie Stück Land mit Bananenstauden, Kartoffeln, Mango- und Avocadobäumen bepflanzt werden können. Die Blumen-, Pflanzen, Gemüse- & Früchtevielfalt ist wirklich beeindruckend. So entdecken wir immer wieder Früchte und Gemüse wovon wir keine Ahnung haben was es ist, geschweige den wonach es schmeckt. Die schlauen Marktverkäufer lassen uns netterweise alles probieren in der Hoffnung, dass wir von den teueren exotischen Früchten auch was kaufen...


Madeira ist ganz klar kein Radfahrerparadies. Obwohl die Strassen sehr gut ausgebaut sind und man entlang der Küste kilometerweit auf Nebenstrasse fahren kann. Aber es ist sooo steil. Ich bin froh, haben wir uns für ein Mietauto entschieden. Damit lässt sich auch ganz praktisch die Insel auskundschaften.
Die Berge laden zum Wandern ein und wir lassen uns dies nicht entgehen. Viele Wanderungen führen entlang der Levadas, sogenannten Bewässerungskanälen oder auf die höchsten Gipfel der Insel.

Unser Hotel liegt ebenfalls auf der Südseite der Insel und ist ein kleines Paradies. Es liegt auf einem Felsvorsprung oberhalb von Ponta do Sol. Hier lässt es sich sehr gut entspannen und das wilde Wolkenspiel über dem Atlantik beobachten.

Samstag
17Okt2009

Freeradicals - Das Jubiläumswochenende und was daraus entstanden ist...

Zum 10-jährigen Jubiläum wurden die radikalen Triathleten nach Meiringen gerufen, wo sie während zwei Tage Spass, Sport & Überraschungen erwarteten. Natürlich war ich da auch dabei - den spätestens seit dem Alpinathlon Weekend in St. Moritz - war ich auch von der «orangen Truppe» infisziert. Ausserdem war das eine gute Möglichkeit noch ein paar weiter Clubmitglieder kennen zu lernen. Samstag entschied ich mich für die Führung der Grimselkraftwerke und der Gelmerwanderung. Die Fahrt mit der Gelmerbahn fand ich aufregend...Hand aufs Herz, mir war nicht mehr ganz wohl, als ich unter mir das Tal nicht mehr sah und wir quasi in der Luft gehangen haben;-)


Bereits am frühen Samstagmorgen, beim lockern Footing, erwähnte Anne, wie ich es den fände, wenn wir uns bei den Freeradicals engagieren würden. Das heisst engagieren im Vorstand. Ich hab gemeint sie mache Witze und hab nicht wirklich reagiert.
Doch das Thema war nicht vom Tisch und so wurde Abends dann heftig darüber diskutiert. Anne zog uns drei Frauen  - das sind Petra, Myriam und ich - gleich in Bann. Wie cool wär das denn, gemeinsam für den Triathlonverein, dacht ich mir!


Ich lass hier die weiteren Ausschweifungen, Fact ist, dass wir vier als Nachfolgerinnen der zurücktretenden Vorstandsmitglieder im November zur Wahl stehen werden.

Bereits am Mittwoch wurde Anne auf dem Freeradical Blog vorgestellt. Heute bin ich dran und in den nächsten Tagen folgen Myriam und Petra. Lest auf dem Blog, was wir vier nächstes Jahr in Bewegung bringen möchten...Ach ja, und die Freeradicals twittern jetzt auch!

Und noch ein paar Bilder vom sonnigen Wochenende im Berner Oberland.