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Neues aus Valérie's Welt

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Samstag
Jun022012

Von Chiclana nach Marrakech

Dieses Jahr verbringe ich meine Zeit als Gruppenleiterin bei Bicycle Holidays Max Hürzeler nicht wie gewohnt in der Provinz von Cadiz (Andalusien), sondern bin mit einer Reisegruppe unterwegs mit dem Rad nach Marrakech. Gestartet sind wir letzten Sonntag in Chiclana. Nach 5 Velotagen ist heute der 6. Tag ein Ruhetag in Fèz.

Die erste Etappe kannte ich bereits aus dem Vorjahren meiner Tätigkeit aus Gruppenleiter in dieser Region. Die Route führte uns von Chiclana nach Tarifa. Dank Rückenwind und Sonne ohne Ende hätte der Start auf diese 1050km lange Radrundfahrt nicht besser sein können. Wir kamen pünktlich in Tarifa an, um Europa mit der Fähre zu verlassen. Die Überfahrt war eine ziemlich wackelige, einstündige Angelegenheit. Die Einreise in Tanger verlief für uns Radfahrer reibungslos, obwohl die Marokkaner uns mit grossen Augen angesehen haben. Im Marokko gibt es nämlich keine Radrennfahrer.

Viel Zeit in Tanger blieb nicht. Doch die Fahrt ins Hotel auf dem Boulevard entlang des Meeres hinterliess prägende Eindrücke: viele Autos, Mopeds und Menschen. Es war einfach ein riesen Puff und laut. Diese Eindrücke kommen bis heute immer wieder, sobald wir in die Nähe oder in eine grossen Stadt kommen. Als Radfahrer nicht immer ganz einfach, in diesem Verkehrschaos einen Weg zu finden, aber soweit klappt es doch ganz gut.

Die Tage auf dem Rad laufen ganz ähnlich ab. Nach dem Frühstück fahren wir jeweils gegen 9:00 Uhr los und haben jeweils zwischen 80 und 130km zu fahren. Die einen Etappen sind etwas hügeliger als andere. Was von Tag zu Tag nun merklich zugenommen hat ist die Temperatur. Diese macht nicht nur den Gästen zu schaffen sondern auch mir. So habe ich am 2. Tag, als ich eine Radfahrerin bei 30 Grad langsam den 12km langen Pass hinauf begleitete, das Gefühl ich würde einen Sonnenstich kriegen. Doch das war noch gar nichts. Gestern dann auf der letzten Etappe vor dem heutigen Ruhetag, fing bei Kilometer 40 ein heisser Föhn genau von Vorne an zu blasen. Das Thermometer zeigte 45 Grad an! Es fühlte sich an als würde man bei Umluft im Backofen Radfahren. Die folgenden 30 Kilometer bis nach Fèz waren wohl meine härtesten Kilometer die ich je gefahren bin. 

 Bei Ankunft im Hotel ist dann meistens zwischen 15:00 und 18:00 Uhr, je nachdem wieviele Pausen wir unterwegs gemacht haben. Jedoch wurden die Pausen bei grosser Hitze täglich zahlreicher und länger! Meist bleibt vor dem Abendessen noch Zeit für einen Sprung in den Pool:) 

Mit dem Rad durch Marokko zu fahren, ist wirklich eindrücklich. Dieses Land ist soviel abwechslungsreicher und fruchtbarer, als ich dachte. Die Menschen die wir treffen, zeigen eine riesen Freude an uns Radfahrer. So wird uns oft zugejubelt und -gerufen. Die Marokaner sind gastfreundlich und hilfsbereit. Das Essen ist sehr fein und gesund und kostet praktisch nichts, vorallem wenn man unterwegs draussen in der Pampa Tajine zum Mittagessen bestellt. Doch das Kochen mit den vielen Gewürzen ist für uns Europäer doch gewöhnungsbedürftig. In Kombination mit Sport und der Hitze, mir zur Zeit gerade ein Verhängnis.

 Der heutige Ruhetag hat auf jeden Fall gut getan. Die morgendliche Stadtführung in Fèz war sehr eindrücklich. Fèz ist wohl die orientalischte Stadt in ganz Marokko, auch eine sehr traditionelle. In der Medina (ältester Stadtteil) stehen über 200 Moscheen auf engstem Raum. Die Frauen tragen Kopftücher und manche haben sogar verschleierte Gesichter. Besonders interessant war die Gerberei, wo die Angestellten ohne Schutz in der prallen Sonne und bei einem fürchterlichen Gestank den ganzen Tag das Leder färben und behandeln. 

Nun morgen früh geht's weiter. Langsam geht's jetzt in Richtung Atlas nach Marrakech in weiteren 6 Radtagen. 

Hier gehts zu den Fotos!

Samstag
Sep042010

Eindrücke von der windigen Nordsee

Mit der Idee ein paar warme Ferientage an der Sonne liegend am Meer zu verbringen, reisten wir nach St. Peter Ording an der Nordsee. Doch kaum in Hamburg mit dem Zug losgefahren, wurde das Wetter immer schlechter. Als wir ankamen regnete es sogar. Wir liessen uns davon aber nicht entmutigen.

In den fünf Tagen auf der Halbinsel von Ording passten wir uns dem Wetter an; wenn es draussen mal wieder regnete und der Wind mit 6 Beaufort vom Meer her blies, verbrachten wir die Zeit mit lesen und schlafen. Besonders genossen wir einfach Zeit zu haben, Zeit auch für Kaffee und Kuchen. St. Peter-Ording ist prädestiniert zum shoppen und schlemmen!

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Dienstag
Aug242010

Sentiero alpino di Calanca

Neben dem ganzen Triathlon-Zirkus, war die Planung unserer 3-tägigen Wanderung auf dem Sentiero Alpino di Calanca von San Bernardino nach Santa Maria, eine willkommene und erfrischende Abwechslung.

1. Tag: San Berardino - Rifugio Pian Gran

Los gings am Donnerstag 28. Juli 2010 in San Bernardino bei einem Himmel, dessen Wolken fast bis zum Boden herab reichten. Doch wir hatten Glück, es war zwar grau, aber mehrheitlich trocken. Ein kühler Wind blies uns bereits beim Start auf 1600 Höhe ins Gesicht. Eingepackt und mit vollem Rucksack wanderten wir los in Richtung Pian Gran, unsere erste Zwischenstation auf dem kommenden 50 Kilometer langen Wanderung.

Bald erreichten wir die Baumgrenze, die erste Alp und den Pass de la Cruseta auf 2455 Meter. Es war frisch, der Himmel wolkenverzogen, die Berge lugten grimmig auf uns herab. Doch vom Aufstieg war uns schön warm. Nach kurzweiligen 3,5 Stunden erspähten wir auch schon die Spitzdächer der beiden Biwackhütten.
Das Refugio Pian Gran war für mich nichts Neues, denn ich hab den Sentiero bereits im 2006 bewandert. Allerdings damals in 5 statt wie jetzt in 3 Tagen.

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Montag
Jul262010

Der Mythos «Ironman» oder ganz einfach «Langdistanz»

Unterdessen ist der Andrenalinspiegel gesunken, die Stimme zurück und der Schlafmangel behoben. Was bleibt sind Erinnerungen an ein tolles Wochenende voller Emotionen, zahlreiche schöne Bilder und der Wunsch es vielleicht doch noch zu tun. Ironman ist und bleibt etwas Einzigartiges. Ein Mythos. Ein grosses Ziel!

Letztes Wochenende haben wir in Roth (D) verbracht. Mit «wir» meine ich Christoph, meine beiden Freundinnen Anne und Petra, 11 weitere startende FreeRadicals und deren Partnerinnen. Als Freundin eines startenden Athleten, fiebert und fühlt man wohl fast genau so mit wie der Athlet selbst. Jedenfalls gings mir so. Das fängt beim Carboloading an, den kochen tut man ja nicht separat für sich selbst. Und hört bei der Schlaflosigkeit in der vorherigen Nacht auf. Tagwacht war für uns drei Frauen ebenfalls um 3.30 Uhr, Frühstück um 4.00 Uhr und Abfahrt zum Startgelände etwas später.
Die Stimmung am Morgen am Start ist schlicht ergreifend, ob Halbdistanz oder die volle Langdistanz. Alle sind sie da, die Athleten, die Helfer, die Liebenden, die Bekannten, die Freunde…nervös, aufgeregt, unsicher, teilweise ängstlich und irgendwie auch vorfreudig.

Spätestens nach dem Startschuss, wenn's im Wasser los geht, spürt man die Erleichterung. Jedenfalls ist das bei mir so. Als um 6.45 Uhr der Startschuss für Christoph fiel, war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass er jetzt unterwegs war.


Wir hatten uns einen perfekten Platz auf der Brücke oberhalb des Kanals ergattert und verfolgten die Schwimmenden von oben. Kurz darauf kamen schon die Pro's mit dem Rad an uns vorbeigesaust. Langsam kam auch die Sonne und es wurde etwas wärmer.

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Sonntag
Jun202010

Zytturm Triathlon: Trotz Regen, viel Spass

Am Sonntag früh bin ich zum 2. Mal am Zytturm Triathlon in Zug gestartet. Spontan hatte ich mich vor zwei Wochen angemeldet und war gespannt, wie das wohl werden würde. Und es wurde richtig gut, jedenfalls vom Gefühl her. Vielleicht lags auch an meinem neuen Einteiler. Endlich konnte ich im FreeRadicals Outfit starten. Hab Christoph's Schrank geplündert und hab mir eines der orangen Teile geschnappt;-)


Die Zeiten waren praktisch gleich wie beim letzten Jahr. Nur beim Schwimmen hatte ich dieses Mal 3 Minuten länger. Da aber scheinbar im letzten Jahr die Strecke, gemessen an den Bestzeiten der Pro's, zu kurz war, bin ich mit den 35min ganz zufrieden. Einerseits bin ich die letzten 2,5 Monaten nur 1/3 des Umfangs geschwommen, den ich letztes Jahr absolvierte. Anderseits fühlte ich mich im Wasser sehr gut und hatte keine Mühe mit der Orientierung.

Nur leider fehlte mir, soweit hinten im Feld, eine geeignete Vorderfrau bzw -mann. Schattenschwimmen war hier kein Thema.

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Sonntag
Mai232010

Endlich Sommerwetter

Heute bin ich zum ersten Mal in diesem Monat, bei sommerlichen warmen Temperaturen, am See geradelt. Leider erlaubten meine Oberschenkel, nach dem gestrigen Grand Prix in Bern, nur eine lockere, flache Tour. Ich stieg mit der Hoffnung aufs Rad, dass ein bisschen Bewegung meiner Muskulatur nützen würde.




Das Radfahren lief erstaunlich gut. Trotz viel Laktat fuhr ich mit einem flotten Schnitt um den Zürcher Obersee. Die Gegend meines neuen Daheims ist wirklich ganz toll! Nicht nur zum Trainieren, auch um die Seele baumeln zu lassen und die Ruhe zu genissen.

Freu mich schon auf den morgigen Sonnentag!