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Dienstag
25Aug2009

Alle gute Dinge sind Drei

Und so ist auch mein dritter Triathlon über die olympische Distanz in Uster, dieses Jahr, ein tolles Ereignis. Der Tag hätte schöner nicht sein können, viel Sonne und noch mehr Blau. Ich bin voller Vorfreude auf den Wettkampf und auf das Wiedersehen mit meinen Freunden.
Und auch wenn das jetzt bereits mein vierter Triathlon ist, bin ich jedes Mal so was von aufgeregt, dass ich das Honigbrot zum Frühstück fast nicht runter bringe. Aber auch das ist normal.

Der See ist so warm, dass das Schwimmen im Neopren verboten ist. Ich starte viel zu schnell und mein Puls jagt nach oben. Es herrscht ein ziemliches Gerangel; von links und rechts werde ich gestossen und geschlagen. Welcome to the club - wovon alle immer erzählen, wiederfährt mir hier jetzt auch. Bin jedoch erstaunt ab mir selbst, wie ruhig ich trotzdem bleibe und einfach weiter schwimme. Ja, es ist das erste Mal, wo ich sogar von Rhytmus sprechen kann, denn bis jetzt war Schwimmen einfach nur mühsam. Doch dieses Mal finde ich die 1500 Meter gar nicht lange.
Ich springe aus dem Wasser und laufe in die Wechselzone. Mein Puls ist viel zu hoch. Dass sind bestimmt 200 Meter bis zu meinem Rad! Ich zittere, als ich die Radschuhe anziehe, laufe los, raus und springe aufs Rad. Ich bin ganz happy, so lange war ich gar nicht im Wasser!

Vor zwei Wochen bin ich trainingshalber die Uster-Radstrecke abgefahren. So wusste ich genau, was auf mich zu kommt. Der Rundkurs ist abwechslungsreich und bietet mit seinen 450 Höhenmeter auch zahlreiche Ausblicke auf die Umgebung rund um den Greifensee. Am Berg fühle ich mich stark und hier kann ich auch ein paar Mädels überholen. In der Fläche hab ich mehr Mühe und kriege schnell müde Oberschenkel. Ich frage mich, ob dies an der Sitzposition liegen könnte? Auf den letzten 10 Kilometer fahre ich nochmals richtig schnell. Drei Mädels fahren mit mir mit und wir wechseln uns ab. Ich wollte auf keinen Fall zurückfallen. Leider hatte ich jedoch auch nicht die Kraft um auszubrechen. Plötzlich pfiff es von hinten! Der Typ auf dem Motorrad gibt uns eine Verwarnung. Ich weiss echt nicht wie man fahren muss, damit dieser Abstand eingehalten werden kann. Na ja, in der Zwischenzeit erreiche ich schon die Wechselzone. Und da geschiehts: Der Anfängerfehler Nummer 1!! Ich hab den Buchstaben meines Platzes vergessen. Ich laufe natürlich zu weit und muss umkehren. Wie peinlich ist das denn?? Ich wechsle in die Laufschuhe, stecke noch einen Gel ein und laufe los.

Bereits auf dem ersten Kilometer spüre ich, dass meine Beine schwer sind. Es ist ziemlich heiss und ich hab Durst. Eine Bestzeit liegt da nicht drin. Umso schöner ist es entlang der Laufstrecke immer wieder Freunde zu treffen, die einem anfeuern. Bei Kilometer 9 bekomme ich wie immer Herzklopfen und Adrenalinschübe. Ich mag das gar nicht so, weil dann mein Puls in die Höhe schnellt und ich das Gefühl hab, die letzten paar 100m so nicht mehr laufen zu können. Nach 2,51h laufe ich ins Ziel ein. Ich bin so happy und freue mich über die vielen bekannten Gesichter die mich im Ziel erwarten!

Gespannt warten wir auf Myriam, die heute Ihren ersten olympischen Triathlon absolviert. Mit einem freudigen Lächeln und ganz locker kommt Sie ins Ziel. Bravo!! So geht für die einen mit diesem Wettkampf die Triathlon Saison zu Ende. Mein Saison-Höhepunkt kommt erst noch: Ganz gespannt und voller Vorfreude erwarte ich den Triathlon von Locarno am 6. September 2009.

2:51.01,6 40. ¦ Swim 34.54 48. ¦ Bike 1:19.56 30. ¦ Run 53.06 35.

Ich selber hab leider keine Bilder gemacht, aber danke an Tom, dass ich seine Bilder hier posten darf.

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Reader Comments (2)

In Locarno werde ich dich in der Wettkampftaktik unterrichten :-)

August 26, 2009 | Unregistered Commenterstachrom

Sehr schöner Bericht - gratuliere zum Ergebnis. Ich persönlich würde vermutlich bereits im Wasser jämmerlich verenden ;-).

August 26, 2009 | Unregistered CommenterMartin

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