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Sonntag
Mai102009

Ein paar Bodenwellen als Auftakt in die «Päßesaison»

Zug zeigt sich an diesem Morgen von seiner schönsten Seite. Sonnenschein, blauer Himmel und Morgenduft. Wir fahren um 10.00 Uhr los mit dem Ziel unserer ersten Etappe, die Ibergeregg. Kaum ein paar Kilometer gefahren, schon fühlt es sich herrlich an und ich bin glücklich hier zu sein. Hupende Autos begleiten uns die Seeen entlang. Die Strecke bis nach Schwyz ist relativ flach und zum Einrollen äusserst angenehm.

Danach wird's etwas steiler. Ziemlich steil sogar! Über die nächsten 10km zeigt mein Tacho eine konstante Steigung von 8-10% an. Wir fahren auf die Ibergeregg. Passhöhe: 1410 müM. Eine schmale Paßstrasse führt hinauf, wenig Autos, dafür ein paar rasende Motorradfahrer. Meine Beine fühlen sich gut an, einzig im Rücken ziehts ein wenig. Wird Zeit, dass ich wieder öfters Berge fahr!

Hier kommt der Frühling erst jetzt. Im Schatten liegt etwas Schnee und die Wiesen sind gelb, aber warm ist es. Wir trinken Kaffee auf der Terrasse und geniessen den Ausblick. Da das Wetter stabil zu bleiben scheint, ist das Ziel der nächsten Etappe die Sattelegg.

Erst gehts jetzt aber runter ins Tal, entlang des Shilsees bis zur Abzweigung auf die Sattelegg. Wunderbar, es riecht nach Frühling!

Der Aufstieg auf die Sattelegg ist angenehm und nur ein paar Kilometer weiter oben auf 1190 müM. Der Himmel hat seine Farbe von blau auf weiss gewechselt. Ob es bald regnen wird? Wir fahren runter an den Zürichsee nach Lachen. Jetzt steht Verpflegung auf dem Programm.

Nach einem kurzen Stopp am See und Regenradarcheck wollen wir uns mit einer 3. Etappe über den Bachtel belohnen. Ich spüre nicht die 80km in den Beinen, sondern die bereits geleisteten 1500hm...doch es rollt immer noch sehr gut! In Wald wirds dann wieder etwas steiler und Christian meint, wir sollten einen neuen Weg ausprobieren. Okay, ich als «nicht»-ortskundige schliesse mich einfach an. Und jetzt kommts das Dessert: 15-17% Steigung rauf auf den Bachtel. Doch umkehren gibts nicht...ein Griff zum Gel, runter damit und auf die Zähne beissen. Oben angekommen ist die Aussicht dann doppelt so schön:-)

So und nun gehts heimwärts. Gegen Zürich wirds immer dunkler, ja sogar schwarz. Ob ich wohl noch trocken heimkomme? Einen knappen Kilometer von Zuhause weg, bläst mir plötzlich ein orkanmässiger Wind entgegen. Blätter und ganze Äste fallen von den Bäumen, der Staub ist überall. Hier herrscht echt Weltuntergangsstimmung. Ich radle so schnell ich kann gegen Wind und Regen. Kaum daheim unterm Dach, fängts auch schon an zu Hageln.

Obwohl müde zu Beginn, wurde die erste Pässetour echt wunderbar!

Tour: Zug - Schwyz - Ibergeregg - Euthal - Sattelegg - Pfäffikon - Rapperswil - Rüti - Wald - Bachtel - Hinwil - Wetzikon - Uster - Dübendorf - Zürich.

Details: 150km 2300Hm, max. Steigung 17%, durchschnittliche Steigung 5%

Noch ein paar Bilder...

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