Inferno Team Trophy
August 24, 2008 at 15:01 Eigentlich wollt Ihr ja alle nur Bilder sehen, ist mir schon klar! Leider, leider hatte ich erst keine Zeit und dann keine Kraft mehr um zu fotografieren. Und als die Kraft wieder kam, da regnete es in Strömen...
Wettertechnisch hätte der Tag eigentlich mit Regen beginnen sollen und mit Aufhellungen enden. Das Gegenteil war der Fall. Für uns vier war es so perfekt. Für die Single-Athleten weniger.
Der Tag begann früh. Um vier Uhr klingelte der Wecker. Adriana und ich würgten unsere Müslis runter ohne wirklich Appetit zu haben. Wenig verwunderlich, wer hat schon Hunger um diese Zeit?? Um halb sechs waren wir in Thun, es war noch dunkel. Im Strandbad herrschte wildes Treiben. Als «Inferno»-Neulinge waren wir etwas unsicher, wo was war und wie dieser Event nun verlief. Dazu waren wir beide etwas nervös. Ich bewegte mich also, viel zu früh, in Richtung Schiff, um damit nach Oberhofen gebracht zu werden. Auf dem Schiff traff ich viele bekannte Gesichter, was gut war und mich ablenkte. Gleichzeitig fiel der Startschuss und Adriana schwamm los.
In der Wechselzone in Oberhofen am See, beobachtete ich wartend die aufgehende Morgensonne. Das Wetter war viel besser als erwartet und die Stimmung über dem See einmalig. Schon kamen die ersten AthletenInnen aus dem Wasser. Ich stand auch schon bereit, den es konnte sich nur noch um Minuten handeln bis mir Adriana den Chip übergeben wird.
So war es dann auch. Voller Vorfreude fuhr ich also los in Richtung Beatenberg. Meine Beine waren nach den vielen Ruhetagen wir neu und so kam ich zügig vorwärts. Ich genoss dabei den fantastischen Ausblick auf den See und die Berge und schon war der erste Bergabschnitt geschafft. Zwischen Interlaken und Meiringen lief auch alles flüssig, war es doch mehr oder weniger flach. Dann kam der harte Brocken und bei mir die harten Beine. Bereits in der ersten Steigung der Grossen Scheidegg fühlten sich meine Beine nicht mehr gut an. Als hätte ich schon 2000 Höhenmeter hinter mir...somit wurden die nächsten 2h ein Kampf mit meinem inneren Schweinehund. Den ich natürlich besiegte;-) Nach einer kühlen Abfahrt nach Grindelwald wurde ich bereits von Mischa und Adriana erwartet. Mischa fuhr nun los über die Kleine Scheidegg nach Stechelberg.
Adriana und ich fuhren auch relativ bald mit dem Auto nach Stechelberg, denn wir wollten den Start von Philipp nicht verpassen. Das Wetter war zwischenzeitlich nicht mehr so toll, immer mehr Wolken kamen auf. In Stechelberg erwartete uns an diesem Tag die Sonne das letzte Mal, bevor der Regen kam. Kaum hatten wir endlich etwas zu Essen in der Hand, kam auch schon Mischa. Philipp rannte los in Richtung Lauterbrunnen, hoch nach Mürren, wo wir Ihn kurz vor dem Ziel erwarteten. Nach 9h 20min rannten wir zu viert (so schnell wir noch konnten...) im strömenden Regen und 10 Grad über die Ziellinie. Nach diesem tollen und aufregenden Tag freuten wir uns Alle auf eine warme Dusche und einen Teller Pasta!

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